RUT HILLARP (1914-2003). „Penelope“.

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Bilder

RUT HILLARP (1914-2003). „Penelope“.
4899041. RUT HILLARP (1914-2003). „Penelope“.

Beschreibung

Silbergelatine-Photographie auf Scheibe montiert, 30 x 39,5 cm. Auf der Rückseite nummeriert 3/10. Signiert und datiert Rut Hillarp -93, produziert 1996.

HERKUNFT
In den 1990er Jahren direkt vom Künstler erworben.

Rut Hillarp (1914—2003) nimmt als Lyrikerin, Romanautorin und bildende Künstlerin eine Sonderstellung in der schwedischen Kunstgeschichte ein. Obwohl sie lange Zeit vor allem für ihr literarisches Werk bekannt war, haben sich ihre Fotografien in späteren Jahrzehnten zu einem zentralen und innovativen Teil ihrer Kunst entwickelt. Auf dem Foto fand Hillarp einen Raum, in dem die Ladung des Wortes in Körper, Blick und Licht umgewandelt werden konnte.

Hillarp begann in den 1950er Jahren mit der Fotografie zu arbeiten. Die Kamera wurde zu einem Instrument zur Erforschung von Begehren, Identität und Machtverhältnissen — Themen, die auch ihre Literatur prägen. In einer Zeit, in der weibliche Sexualität selten aus einer subjektiven und selbstbewussten Perspektive dargestellt wurde, entwickelte sie eine Bildsprache, die sowohl intim als auch konzeptionell war. Sie inszenierte ihre Motive oft selbst, manchmal mit sich selbst vor der Kamera, und arbeitete an Montagen, Doppelbelichtungen und Bildsequenzen. Das Ergebnis sind Fotografien, die sich zwischen Dokumentation und Traum, zwischen Verletzlichem und Kontrolliertem bewegen.

Ihre Arbeit zeichnet sich durch eine psychologische Intensität aus. Der Blick — sowohl der eigene als auch der des anderen — steht im Mittelpunkt. In vielen Bildern findet eine aufgeladene Begegnung zwischen Subjekt und Objekt statt, bei der die Grenze zwischen Sehen und Gesehenwerden ständig ausgehandelt wird. Hillarp nutzt die Kamera, um die Dynamik der Beziehung sichtbar zu machen: Nähe und Distanz, Unterwerfung und Widerstand, Abhängigkeit und Autonomie. Der Körper erscheint nicht als passives Objekt, sondern als Ort der Erfahrung, des Willens und der Interpretation.

Die Fotografien basieren oft auf Comics und tragen eine erzählerische Struktur. Sie können als visuelle Gedichte oder Fragmente einer größeren Erzählung gelesen werden. Text und Bild interagieren in mehreren Projekten, in denen Sprache das Bild nicht erklärt, sondern seine Ambivalenz vertieft. Dieser Dialog zwischen den Medien macht Hillarps Kunst besonders zeitgenössisch; ihre Arbeit lässt die feministischen und konzeptuellen Kunstpraktiken späterer Generationen erahnen.

Heute gilt Rut Hillarp als Pionierin der schwedischen Fotografie. Ihre Arbeit stellt traditionelle Vorstellungen von Geschlecht, Macht und Repräsentation in Frage und eröffnet ein komplexes Verständnis der Politik der Intimität. Durch ihre kompromisslose Auseinandersetzung mit den Begriffen Liebe und Begierde schuf sie ein Bildarchiv, das bis heute von starker Aktualität spricht.

Zustandsbericht

Nicht gerahmt, an den Rändern Gebrauchsspuren.

Folgerecht

Ja

Thema

A Studio of one's own - female artists from 1850 to 1970

Titel, Beschreibung und Zustandsbericht entstammen maschinellen Übersetzungen. Auctionet.com ist nicht für eventuelle Fehlübersetzungen verantwortlich. Originaltexte auf Schwedisch anzeigen.

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4899041. RUT HILLARP (1914-2003). „Penelope“.

Beschreibung

Silbergelatine-Photographie auf Scheibe montiert, 30 x 39,5 cm. Auf der Rückseite nummeriert 3/10. Signiert und datiert Rut Hillarp -93, produziert 1996.

HERKUNFT
In den 1990er Jahren direkt vom Künstler erworben.

Rut Hillarp (1914—2003) nimmt als Lyrikerin, Romanautorin und bildende Künstlerin eine Sonderstellung in der schwedischen Kunstgeschichte ein. Obwohl sie lange Zeit vor allem für ihr literarisches Werk bekannt war, haben sich ihre Fotografien in späteren Jahrzehnten zu einem zentralen und innovativen Teil ihrer Kunst entwickelt. Auf dem Foto fand Hillarp einen Raum, in dem die Ladung des Wortes in Körper, Blick und Licht umgewandelt werden konnte.

Hillarp begann in den 1950er Jahren mit der Fotografie zu arbeiten. Die Kamera wurde zu einem Instrument zur Erforschung von Begehren, Identität und Machtverhältnissen — Themen, die auch ihre Literatur prägen. In einer Zeit, in der weibliche Sexualität selten aus einer subjektiven und selbstbewussten Perspektive dargestellt wurde, entwickelte sie eine Bildsprache, die sowohl intim als auch konzeptionell war. Sie inszenierte ihre Motive oft selbst, manchmal mit sich selbst vor der Kamera, und arbeitete an Montagen, Doppelbelichtungen und Bildsequenzen. Das Ergebnis sind Fotografien, die sich zwischen Dokumentation und Traum, zwischen Verletzlichem und Kontrolliertem bewegen.

Ihre Arbeit zeichnet sich durch eine psychologische Intensität aus. Der Blick — sowohl der eigene als auch der des anderen — steht im Mittelpunkt. In vielen Bildern findet eine aufgeladene Begegnung zwischen Subjekt und Objekt statt, bei der die Grenze zwischen Sehen und Gesehenwerden ständig ausgehandelt wird. Hillarp nutzt die Kamera, um die Dynamik der Beziehung sichtbar zu machen: Nähe und Distanz, Unterwerfung und Widerstand, Abhängigkeit und Autonomie. Der Körper erscheint nicht als passives Objekt, sondern als Ort der Erfahrung, des Willens und der Interpretation.

Die Fotografien basieren oft auf Comics und tragen eine erzählerische Struktur. Sie können als visuelle Gedichte oder Fragmente einer größeren Erzählung gelesen werden. Text und Bild interagieren in mehreren Projekten, in denen Sprache das Bild nicht erklärt, sondern seine Ambivalenz vertieft. Dieser Dialog zwischen den Medien macht Hillarps Kunst besonders zeitgenössisch; ihre Arbeit lässt die feministischen und konzeptuellen Kunstpraktiken späterer Generationen erahnen.

Heute gilt Rut Hillarp als Pionierin der schwedischen Fotografie. Ihre Arbeit stellt traditionelle Vorstellungen von Geschlecht, Macht und Repräsentation in Frage und eröffnet ein komplexes Verständnis der Politik der Intimität. Durch ihre kompromisslose Auseinandersetzung mit den Begriffen Liebe und Begierde schuf sie ein Bildarchiv, das bis heute von starker Aktualität spricht.

Zustandsbericht

Nicht gerahmt, an den Rändern Gebrauchsspuren.

Folgerecht

Ja

Thema

A Studio of one's own - female artists from 1850 to 1970

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