Braun patinierte Bronzemedaille, 9 x 14,2 cm. Monogrammsigniert und nummeriert PGT 2/6. Gießerstempel Fonderie Monnaie de Paris, 1997.
LITERATUR
Ian Wisénhn und Lars O. Lagerqvist, Medaljskulptören PG Thelander, Kungl. Myntkabinettet 1999, abgebildet S. 18.
"PG Thelander hat sich für Germain Pilon (ca. 1535-1590) und dessen Werk interessiert. Er war ein französischer Bildhauer, der sich unter dem Einfluss des [französischen Bildhauers] Jean Goujon (1510-1567) entwickelte, dessen anmutiger Stil sich in Pilons vielleicht bekanntestem Werk, den Drei Grazien, die zum Louvre gehören, widerspiegelt. Ein kraftvollerer Realismus zeichnet seine späteren Arbeiten aus, z. B. die Ganzfiguren auf dem Grabmonument in Saint-Denis für Heinrich II. und Katharina von Medici (diese Grabmonumente wurden vor der Zerstörung während der Französischen Revolution gerettet. Andere Arbeiten von Pilon sind für immer verloren). Gerade Königin Katharina von Medici gehörte ab ca. 1550 zu Pilons Gönnern, und wir können die Rückseite [der Medaille] als eine Art Symbolporträt von ihr sehen – und der Delfin (Dauphin) ist ja der französische Thronfolger. Ihre Söhne Franz II., Karl IX. und Heinrich III. wurden alle Könige, starben aber, ohne dass sie von einem Sohn beerbt werden konnten. Pilon wurde von Karl IX. zum "königlichen Bildhauer" ernannt. Der gequälte Mann auf der Vorderseite der Medaille ist als Symbol für Pilons Besessenheit vom Leiden zu sehen und zeigt einen der Soldaten unterhalb der Christusfigur auf dem Monument.
Eine weitere Inspiration stammt von einem Gedicht von Gunnar Ekelöf, das während dessen letzter Krankheitszeit im Herbst 1967 niedergeschrieben wurde:
Ein Ziegenbock mit Menschenkopf
lebt auf einem kleinen aber hat die Macht zu denken
ein seltsames griechisches Tier
oder ein Tier aus dem Zweistromland
nicht ägyptisch
dann wäre der Körper der eines Menschen
und der Kopf der eines Tieres... (aus Gunnar Ekelöf: "Dikter". Månpocket 1984, S. 589).".
Stellenweise geringfügige Oxidation.
Bei Fragen wenden Sie sich bitte an lisa.mejeritcher@auktionsverket.se.
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Braun patinierte Bronzemedaille, 9 x 14,2 cm. Monogrammsigniert und nummeriert PGT 2/6. Gießerstempel Fonderie Monnaie de Paris, 1997.
LITERATUR
Ian Wisénhn und Lars O. Lagerqvist, Medaljskulptören PG Thelander, Kungl. Myntkabinettet 1999, abgebildet S. 18.
"PG Thelander hat sich für Germain Pilon (ca. 1535-1590) und dessen Werk interessiert. Er war ein französischer Bildhauer, der sich unter dem Einfluss des [französischen Bildhauers] Jean Goujon (1510-1567) entwickelte, dessen anmutiger Stil sich in Pilons vielleicht bekanntestem Werk, den Drei Grazien, die zum Louvre gehören, widerspiegelt. Ein kraftvollerer Realismus zeichnet seine späteren Arbeiten aus, z. B. die Ganzfiguren auf dem Grabmonument in Saint-Denis für Heinrich II. und Katharina von Medici (diese Grabmonumente wurden vor der Zerstörung während der Französischen Revolution gerettet. Andere Arbeiten von Pilon sind für immer verloren). Gerade Königin Katharina von Medici gehörte ab ca. 1550 zu Pilons Gönnern, und wir können die Rückseite [der Medaille] als eine Art Symbolporträt von ihr sehen – und der Delfin (Dauphin) ist ja der französische Thronfolger. Ihre Söhne Franz II., Karl IX. und Heinrich III. wurden alle Könige, starben aber, ohne dass sie von einem Sohn beerbt werden konnten. Pilon wurde von Karl IX. zum "königlichen Bildhauer" ernannt. Der gequälte Mann auf der Vorderseite der Medaille ist als Symbol für Pilons Besessenheit vom Leiden zu sehen und zeigt einen der Soldaten unterhalb der Christusfigur auf dem Monument.
Eine weitere Inspiration stammt von einem Gedicht von Gunnar Ekelöf, das während dessen letzter Krankheitszeit im Herbst 1967 niedergeschrieben wurde:
Ein Ziegenbock mit Menschenkopf
lebt auf einem kleinen aber hat die Macht zu denken
ein seltsames griechisches Tier
oder ein Tier aus dem Zweistromland
nicht ägyptisch
dann wäre der Körper der eines Menschen
und der Kopf der eines Tieres... (aus Gunnar Ekelöf: "Dikter". Månpocket 1984, S. 589).".
Stellenweise geringfügige Oxidation.
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Nybrogatan 32
114 39 Stockholm
Schweden
Stockholms Auktionsverk presents PG Thelander – Summa summarum, a tribute to one of the most distinctive artistic voices in Swedish post-war art. The exhibition was originally planned together with the artist himself to mark his 90th birthday and comprises 90 works spanning more than six decades. Following his death this summer, it is now presented as a commemorative exhibition culminating in a live auction.
The selection reflects the breadth of Thelander’s oeuvre, from experimental works on Plexiglas from the 1960s to later paintings, prints and sculpture. In his immediately recognisable visual world, ostriches, penguins and other animals appear alongside everyday objects, often placed in unexpected and displaced contexts. These motifs became recurring figures in Thelander’s visual universe, where logic meets absurdity, precision meets playfulness, and the familiar suddenly appears in a new light.
During the 1960s and 1970s, Thelander established himself as a significant Swedish artist, developing an independent visual language beyond passing artistic trends. His work is characterised by balanced compositions, clear colours and subtle irony – images that may initially appear orderly, but gradually reveal something more enigmatic and associative.
Summa summarum offers an opportunity to follow this consistent yet multifaceted artistic practice through 90 works. The exhibition concludes with a live auction.