WALTER BOSSE. GARDEROBE BÄR MESSING.

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WALTER BOSSE. GARDEROBE BÄR MESSING.
1457862. WALTER BOSSE. GARDEROBE BÄR MESSING.

Beschreibung

Walter Bosse, Garderobe Bär, Messing, 1950 Jahre, schwarz/gold, Maße: 22 x 15 x 12 cm.

Walter Bosse wurde 1904 als Kind akademischer Maler in Wien geboren. Während der Vater unter anderem am russischen Zarenhof als Porträtmaler gewirkt hatte, spezialisierte sich die Mutter, Luise Bosse, auf die Produktion von Collagen. 1914 übersiedelte die Familie nach Abbazia, wo man sich langfristig niederlassen wollte, diesen Plan aber durch den Ausbruch des Ersten Weltkriegs aufgeben musste und ins Sommerhaus nach Kufstein floh, wo der Vater im Jahr darauf verstarb. Walter Bosse und seine Schwester Gretl besuchten die örtlichen Schulen und beschäftigten sich mit dem Formen von Wachsfiguren. Nach dem Krieg schickte ihn die Mutter an die Kunstgewerbeschule nach Wien (heute: Universität für angewandte Kunst) wo er unter der Leitung von Michael Powolny Keramik und bei Franz Cizek Ornamentik studierte. Nach Abschluss der Ausbildung in Wien und anschließendem einjährigen Studienaufenthalt an der Münchner Kunstgewerbeschule ab 1921 eröffnete Walter Bosse sein erstes Keramikatelier in Kufstein. Eine Reihe namhafter Firmen kauften zu dieser Zeit bei ihm Entwürfe oder ließen direkt in Kufstein anfertigen. Auf der Pariser Kunstgewerbeausstellung 1925, die den Rang einer Weltausstellung hatte stellte Walter Bosse gemeinsam mit den wichtigsten österreichischen Künstlern und großen Manufakturen wie Augarten Porzellan, Lobmeyr Glas und der Firma Goldscheider aus und wurde dabei im Katalog als „starke keramische Begabung“ bezeichnet. Unterstützt von seinem Mentor Walter Hoffmann waren die Bosse Entwürfe bald hoch begehrt. Ab 1924 entwarf er für die Augarten-Manufaktur, ab 1927 für die Firma Goldscheider.

Nachdem der Künstler seine erste Keramikmanufaktur in Kufstein im Zuge der allgemeinen wirtschaftlichen Turbulenzen schließen musste, siedelte er sich ab 1938 in Wien an, wo er zunächst die Firma Bosse-Keramik und 1947 die Firma Terra gründete. Ganz konnte sich Bosse wirtschaftlich aber nie mehr erholen und starb schließlich nach einem zweiten Konkurs und mehreren Prozessen 1979 verarmt in Iserlohn (Deutschland).

Das mit unerschöpflicher Kreativität und Originalität geschaffene Oeuvre Walter Bosses ist in zahlreichen in- und ausländischen Privatsammlungen sowie Museen vertreten und ist aus der österreichischen Keramik-Kunst nicht mehr wegzudenken.

Zustandsbericht

Alters- & Gebrauchsspuren, siehe Bilder.

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1457862. WALTER BOSSE. GARDEROBE BÄR MESSING.

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Walter Bosse, Garderobe Bär, Messing, 1950 Jahre, schwarz/gold, Maße: 22 x 15 x 12 cm.

Walter Bosse wurde 1904 als Kind akademischer Maler in Wien geboren. Während der Vater unter anderem am russischen Zarenhof als Porträtmaler gewirkt hatte, spezialisierte sich die Mutter, Luise Bosse, auf die Produktion von Collagen. 1914 übersiedelte die Familie nach Abbazia, wo man sich langfristig niederlassen wollte, diesen Plan aber durch den Ausbruch des Ersten Weltkriegs aufgeben musste und ins Sommerhaus nach Kufstein floh, wo der Vater im Jahr darauf verstarb. Walter Bosse und seine Schwester Gretl besuchten die örtlichen Schulen und beschäftigten sich mit dem Formen von Wachsfiguren. Nach dem Krieg schickte ihn die Mutter an die Kunstgewerbeschule nach Wien (heute: Universität für angewandte Kunst) wo er unter der Leitung von Michael Powolny Keramik und bei Franz Cizek Ornamentik studierte. Nach Abschluss der Ausbildung in Wien und anschließendem einjährigen Studienaufenthalt an der Münchner Kunstgewerbeschule ab 1921 eröffnete Walter Bosse sein erstes Keramikatelier in Kufstein. Eine Reihe namhafter Firmen kauften zu dieser Zeit bei ihm Entwürfe oder ließen direkt in Kufstein anfertigen. Auf der Pariser Kunstgewerbeausstellung 1925, die den Rang einer Weltausstellung hatte stellte Walter Bosse gemeinsam mit den wichtigsten österreichischen Künstlern und großen Manufakturen wie Augarten Porzellan, Lobmeyr Glas und der Firma Goldscheider aus und wurde dabei im Katalog als „starke keramische Begabung“ bezeichnet. Unterstützt von seinem Mentor Walter Hoffmann waren die Bosse Entwürfe bald hoch begehrt. Ab 1924 entwarf er für die Augarten-Manufaktur, ab 1927 für die Firma Goldscheider.

Nachdem der Künstler seine erste Keramikmanufaktur in Kufstein im Zuge der allgemeinen wirtschaftlichen Turbulenzen schließen musste, siedelte er sich ab 1938 in Wien an, wo er zunächst die Firma Bosse-Keramik und 1947 die Firma Terra gründete. Ganz konnte sich Bosse wirtschaftlich aber nie mehr erholen und starb schließlich nach einem zweiten Konkurs und mehreren Prozessen 1979 verarmt in Iserlohn (Deutschland).

Das mit unerschöpflicher Kreativität und Originalität geschaffene Oeuvre Walter Bosses ist in zahlreichen in- und ausländischen Privatsammlungen sowie Museen vertreten und ist aus der österreichischen Keramik-Kunst nicht mehr wegzudenken.

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Alters- & Gebrauchsspuren, siehe Bilder.

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