RUSSISCHE FEDOSKINO SCHMUCKSCHATULLE LACK.

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RUSSISCHE FEDOSKINO SCHMUCKSCHATULLE LACK.
1355533. RUSSISCHE FEDOSKINO SCHMUCKSCHATULLE LACK.

Beschreibung

Russland, Fedoskino, Lackmalerei,1950 datiert, signiert, Schmuckschatulle, Maße: 11 x 8,5 x 11,5 cm.

Fedoskino:
Die Herstellung einer Arbeit dauert ungefähr vier bis sechs Monate: drei Monate für die Pappmaché-Schachtel. Die Pappmaché-Rohlinge werden in heißem Leinöl getränkt und Trocknen anschließend einen Monat bei Zimmertemperatur und einen Monat im Trockenofen. Aus Ton, Öl und Ruß erfolgt dann die Grundierung bevor ein schwarzer Firnis aufgebracht wird. Danach dauert das eigentliche Malen des Miniaturgemäldes auf das Hilfsfabrikat zwei weitere Monate und für das abschließende Lackieren und Beschleifen vergeht ein weiterer Monat. An aufwändigen Motiven wird jedoch bis zu einem Jahr gemalt.
Typisch für die Originaltechnik der Fedoskino-Lackminiaturen ist eine „Durchscheinmalerei“. Vor dem Malen wird auf der Oberfläche ein lichtreflektierendes Material aufgetragen: die Bilder sind meist mit Blattgold oder goldig schimmernder Silberbronze unterlegt. Manche Bilder sind auch mit Perlmutt hinterlegt (Perlmutteinlegearbeiten), auf dem dann gemalt wird und oft noch mit Gold verziert wird. Für die Perlmutteinlagen wird vorher eine entsprechende Vertiefung ausgeschliffen. Auch Metallpulver (Aluminiumpulver oder Bronzepulver), Zinnsulfid, Metallblättchen aus Kupfer, Zink, Aluminium oder Messingfolie (Rauschgold) können als Untergrund dienen. Durch das Hinterlegen der Bilder mit einem lichtreflektierenden Untergrund wird ein schimmernder Glanz oder ein silbriges Funkeln erzielt. Der metallische Untergrund scheint kaum wahrnehmbar durch die danach aufgetragenen transparenten Farben teilweise durch und geben dem Bild einen besonderen Tiefeneffekt.

Die Miniaturen wurden in Ölfarben (Temperafarben, durchsichtigen Lackfarben) ausgeführt, die in drei bis vier Schichten aufgetragen werden. Typisch für den Stil der Fedoskino-Miniaturen sind leuchtende und grelle Farben, die feinen Farbabstufungen, fließende Übergänge zwischen den verschiedenen Farben, sowie die genaue und realistische Maltechnik. Nachdem der Entwurf der Komposition aufgemalt wurde (eine Skizze der Silhouetten), folgte eine detaillierte Ausarbeitung. Abschließend wird den Objekten mit hellen Farben ihr Lichtglanz verliehen.

Ansonsten sind die Pappmaché-Schachteln meist schwarz lackiert. Der Kontrast der Bildfarben wird durch den glänzenden schwarzen Lackhintergrund noch verstärkt. Viele Schachteln sind jedoch sowohl außen als auch innen bemalt, um Schildkrötenpanzer, Birkenrinde, Mahagoniholz, Elfenbein, Malachit oder Tartan zu imitieren. Meist sind die Innenseiten der Deckel zinnoberrot lackiert und tragen einen Fabrikstempel: eine goldene Troika mit der Aufschrift „Fedoskino“. Alle Stücke aus der Fabrik Fedoskino sind nummeriert.
Erst Ende der 1950er Jahre traten einzelne individuelle Miniaturmaler hervor. Anerkannte Miniaturmaler, die großen Beitrag zur Entwicklung der Fedoskino-Miniaturen leisteten, waren unter anderem: S. I. Borodkin (С. И. Бородкин), D. A. Krylow (Д. А. Крылов), G. I. Larischew (Г.И. Ларишев), W. D. Lipizk (В.Д. Липицк), M. G. Paschinin (М.Г. Пашинин), P. N. Putschkow (П. Н. Пучков), S. P. Rogatorw (С. П. Рогатов), A. A. Schawrin (А. А. Шаврин), I. I. Starachow (И.И. Страхов), A. W. Tichomirow (А. В. Тихомиров) und M. S. Tschischow (М.С. Чижов).

A. W. Tichomirow (А. В. Тихомиров) zugeschrieben.

Zustandsbericht

Alters- & Gebrauchsspuren, siehe Bilder.

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1355533. RUSSISCHE FEDOSKINO SCHMUCKSCHATULLE LACK.

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Russland, Fedoskino, Lackmalerei,1950 datiert, signiert, Schmuckschatulle, Maße: 11 x 8,5 x 11,5 cm.

Fedoskino:
Die Herstellung einer Arbeit dauert ungefähr vier bis sechs Monate: drei Monate für die Pappmaché-Schachtel. Die Pappmaché-Rohlinge werden in heißem Leinöl getränkt und Trocknen anschließend einen Monat bei Zimmertemperatur und einen Monat im Trockenofen. Aus Ton, Öl und Ruß erfolgt dann die Grundierung bevor ein schwarzer Firnis aufgebracht wird. Danach dauert das eigentliche Malen des Miniaturgemäldes auf das Hilfsfabrikat zwei weitere Monate und für das abschließende Lackieren und Beschleifen vergeht ein weiterer Monat. An aufwändigen Motiven wird jedoch bis zu einem Jahr gemalt.
Typisch für die Originaltechnik der Fedoskino-Lackminiaturen ist eine „Durchscheinmalerei“. Vor dem Malen wird auf der Oberfläche ein lichtreflektierendes Material aufgetragen: die Bilder sind meist mit Blattgold oder goldig schimmernder Silberbronze unterlegt. Manche Bilder sind auch mit Perlmutt hinterlegt (Perlmutteinlegearbeiten), auf dem dann gemalt wird und oft noch mit Gold verziert wird. Für die Perlmutteinlagen wird vorher eine entsprechende Vertiefung ausgeschliffen. Auch Metallpulver (Aluminiumpulver oder Bronzepulver), Zinnsulfid, Metallblättchen aus Kupfer, Zink, Aluminium oder Messingfolie (Rauschgold) können als Untergrund dienen. Durch das Hinterlegen der Bilder mit einem lichtreflektierenden Untergrund wird ein schimmernder Glanz oder ein silbriges Funkeln erzielt. Der metallische Untergrund scheint kaum wahrnehmbar durch die danach aufgetragenen transparenten Farben teilweise durch und geben dem Bild einen besonderen Tiefeneffekt.

Die Miniaturen wurden in Ölfarben (Temperafarben, durchsichtigen Lackfarben) ausgeführt, die in drei bis vier Schichten aufgetragen werden. Typisch für den Stil der Fedoskino-Miniaturen sind leuchtende und grelle Farben, die feinen Farbabstufungen, fließende Übergänge zwischen den verschiedenen Farben, sowie die genaue und realistische Maltechnik. Nachdem der Entwurf der Komposition aufgemalt wurde (eine Skizze der Silhouetten), folgte eine detaillierte Ausarbeitung. Abschließend wird den Objekten mit hellen Farben ihr Lichtglanz verliehen.

Ansonsten sind die Pappmaché-Schachteln meist schwarz lackiert. Der Kontrast der Bildfarben wird durch den glänzenden schwarzen Lackhintergrund noch verstärkt. Viele Schachteln sind jedoch sowohl außen als auch innen bemalt, um Schildkrötenpanzer, Birkenrinde, Mahagoniholz, Elfenbein, Malachit oder Tartan zu imitieren. Meist sind die Innenseiten der Deckel zinnoberrot lackiert und tragen einen Fabrikstempel: eine goldene Troika mit der Aufschrift „Fedoskino“. Alle Stücke aus der Fabrik Fedoskino sind nummeriert.
Erst Ende der 1950er Jahre traten einzelne individuelle Miniaturmaler hervor. Anerkannte Miniaturmaler, die großen Beitrag zur Entwicklung der Fedoskino-Miniaturen leisteten, waren unter anderem: S. I. Borodkin (С. И. Бородкин), D. A. Krylow (Д. А. Крылов), G. I. Larischew (Г.И. Ларишев), W. D. Lipizk (В.Д. Липицк), M. G. Paschinin (М.Г. Пашинин), P. N. Putschkow (П. Н. Пучков), S. P. Rogatorw (С. П. Рогатов), A. A. Schawrin (А. А. Шаврин), I. I. Starachow (И.И. Страхов), A. W. Tichomirow (А. В. Тихомиров) und M. S. Tschischow (М.С. Чижов).

A. W. Tichomirow (А. В. Тихомиров) zugeschrieben.

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