PEARL NS-97E QUERFLÖTE 925 STERLING SILBER.

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1356556. PEARL NS-97E QUERFLÖTE 925 STERLING SILBER.

Beschreibung

Pearl NS-97 E Querflöte, 925 Sterling Silber, 406 gr, made in Japan, 20 - 4651 Modell, 1980,mit E-Mechanik, inklusive Etui.
Maße im Etui: 37,5 x 8,5 cm.

1968 gründete die in
Japan ansässige Pearl Musical Instrument Co. eine
Werkstatt zur Herstellung von Querflöten. Im darauf folgenden Jahrwurde die Werkstattin Yachiyo City in der Präfektur
Chiba angesiedelt. Geleitet wurde die Produktion der Pearl
Querflöten von dem auch heute noch (!) für Pearl tätigen
Flötenbauer Tatsumi Shimoyama, derfür den Qualitätsstandard der Flöten verantwortlich ist. Shimoyama hatte den Flötenbau bei Muramatsu gelernt. Pearl Querflöten kamen
1971, kurz nach Yamaha, auf den deutschen Markt. Genau
wie Yamaha startete man zunächst mit Schülerflöten. Die
ersten Modelle waren Instrumente der Serien NC-96 (versilbert) und NS-97 (Silberkopf). Genau wie die Yamaha Flöten
waren sie schnell für ein gutes Verhältnis zwischen Preis und
Qualität und für eine ungewohnt gleichmäßige Verarbeitungsqualität innerhalb derGroß-Serie bekannt. PearlQuerflöten waren in diesem Segment die einzige ernsthafte
Konkurrenz für den aufstrebenden Giganten Yamaha. Europäische Hersteller von Schülerflöten wie Grassi (Italien),Noblet (Frankreich) und Schreiber (West-Deutschland) waren
dem Konkurrenzdruck nicht gewachsen und stellten die Produktion von Schülerflöten bald ein.
Als Tatsumi Shimoyama mit seiner eigenen Flöten-Herstellung begann, machte er einiges anders als alle bislang etablierten Hersteller.
Ein Markenzeichen der Pearl Querflöte ist von Anfang an die
„pinless construction“. Traditionell ist ein Teil der Klappen
durch kleine Stahlstifte mit derstählernen Achse fest verbunden („gestiftete Mechanik“), um Bewegung von einem Ende
der Achse auf das andere zu übertragen, ohne die dazwischen
gelagertenKlappen zu beeinträchtigen. Pearl verzichtet ganz
auf diese Stifte. Teilswerden sie mittels Madenschrauben mit
der Mittelachse verbunden(rechte Hand, Trillerklappen),teils
durch Verwendung einer Brückenmechanik (Verbindung BKlappe/B-Trillerhebel).Die stiftloseKonstruktion ermöglicht
ein leichtes Zerlegen der Mechanik beim Service. Werfest gerostete oder zu kurze Stifte (nach Möglichkeit ohne sichtbare
Spuren) herausschlagen muss, um die Mechanik einer Flöte
zu zerlegen, weiß dies zu schätzen. Die Brückenmechanik
verringert außerdem unnötige Reibung: Der dänische Flötenbauer Johan Brögger hat die Brückenmechanik für den
High-End-Bereich entdeckt. Seitdem verwenden z. B. Brannen-Cooper und Miyazawa im Profi-Bereich Brückenmechaniken, die im Prinzip den Ideen von Pearl folgen.
Ein weiteres Baumerkmal, das die Pearl Flöten von Anfang
an auszeichnete, ist der sogenannte „one piece core bar“.
Hierbei geht es um die lange Achse am oberen Teil der Flöte,
die einen großen Teil der Klappen-Mechanik trägt. Bei einem
Teil der Flöten mit traditionell dreigliedriger Achse kann es
an zwei Stellen Verschleißprobleme geben. Erstens: da, wo
die kurze Achse, die die kleine C-Klappe trägt, das Lager für
die B-Klappe bildet. Zweitens: an dem mittleren Böckchen
(„king post“), das die Lagerung für die Mechanik der linken
und der rechten Hand bildet. Diese Gefahr wird durch den
zweigliedrigen Achsaufbau mittels einer langen Hauptachse
(„one piece core bar“) verringert, die von der C-Klappe durch
das obere Böckchen hinunter bis zum „king post“ reicht. Ihre
Spitze bildet die Lagerung für die Achse der Klappen der rechten Hand. Die Achsböckchen tragen nicht mehr so viel Last,
sie bilden lediglich die Führung.
Was Vorteile hat, hat natürlich auch Nachteile. ServiceTechniker schimpfen schon einmal darüber, dass ihnen die
komplette Klappenmechanik entgegenkommt, wenn sie eigentlich nur eine Klappe ausbauen wollen. Aber damit lässt
sich leben.

Zustandsbericht

Alters- & Gebrauchsspuren, siehe Bilder.

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Gebotsabgabe

Höchstes Gebot:
173 EUR
Schätzwert: 290 EUR
Endet in:
Verkauft
15. Mai 2020 kl. 15:54 EDT
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Gebotsverlauf

1 15. Mai, 15:51173 EUR
Der Mindestverkaufspreis von 173 EUR wurde erreicht.
5 12. Mai, 11:21163 EUR
4 12. Mai, 09:49153 EUR
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1356556. PEARL NS-97E QUERFLÖTE 925 STERLING SILBER.

Beschreibung

Pearl NS-97 E Querflöte, 925 Sterling Silber, 406 gr, made in Japan, 20 - 4651 Modell, 1980,mit E-Mechanik, inklusive Etui.
Maße im Etui: 37,5 x 8,5 cm.

1968 gründete die in
Japan ansässige Pearl Musical Instrument Co. eine
Werkstatt zur Herstellung von Querflöten. Im darauf folgenden Jahrwurde die Werkstattin Yachiyo City in der Präfektur
Chiba angesiedelt. Geleitet wurde die Produktion der Pearl
Querflöten von dem auch heute noch (!) für Pearl tätigen
Flötenbauer Tatsumi Shimoyama, derfür den Qualitätsstandard der Flöten verantwortlich ist. Shimoyama hatte den Flötenbau bei Muramatsu gelernt. Pearl Querflöten kamen
1971, kurz nach Yamaha, auf den deutschen Markt. Genau
wie Yamaha startete man zunächst mit Schülerflöten. Die
ersten Modelle waren Instrumente der Serien NC-96 (versilbert) und NS-97 (Silberkopf). Genau wie die Yamaha Flöten
waren sie schnell für ein gutes Verhältnis zwischen Preis und
Qualität und für eine ungewohnt gleichmäßige Verarbeitungsqualität innerhalb derGroß-Serie bekannt. PearlQuerflöten waren in diesem Segment die einzige ernsthafte
Konkurrenz für den aufstrebenden Giganten Yamaha. Europäische Hersteller von Schülerflöten wie Grassi (Italien),Noblet (Frankreich) und Schreiber (West-Deutschland) waren
dem Konkurrenzdruck nicht gewachsen und stellten die Produktion von Schülerflöten bald ein.
Als Tatsumi Shimoyama mit seiner eigenen Flöten-Herstellung begann, machte er einiges anders als alle bislang etablierten Hersteller.
Ein Markenzeichen der Pearl Querflöte ist von Anfang an die
„pinless construction“. Traditionell ist ein Teil der Klappen
durch kleine Stahlstifte mit derstählernen Achse fest verbunden („gestiftete Mechanik“), um Bewegung von einem Ende
der Achse auf das andere zu übertragen, ohne die dazwischen
gelagertenKlappen zu beeinträchtigen. Pearl verzichtet ganz
auf diese Stifte. Teilswerden sie mittels Madenschrauben mit
der Mittelachse verbunden(rechte Hand, Trillerklappen),teils
durch Verwendung einer Brückenmechanik (Verbindung BKlappe/B-Trillerhebel).Die stiftloseKonstruktion ermöglicht
ein leichtes Zerlegen der Mechanik beim Service. Werfest gerostete oder zu kurze Stifte (nach Möglichkeit ohne sichtbare
Spuren) herausschlagen muss, um die Mechanik einer Flöte
zu zerlegen, weiß dies zu schätzen. Die Brückenmechanik
verringert außerdem unnötige Reibung: Der dänische Flötenbauer Johan Brögger hat die Brückenmechanik für den
High-End-Bereich entdeckt. Seitdem verwenden z. B. Brannen-Cooper und Miyazawa im Profi-Bereich Brückenmechaniken, die im Prinzip den Ideen von Pearl folgen.
Ein weiteres Baumerkmal, das die Pearl Flöten von Anfang
an auszeichnete, ist der sogenannte „one piece core bar“.
Hierbei geht es um die lange Achse am oberen Teil der Flöte,
die einen großen Teil der Klappen-Mechanik trägt. Bei einem
Teil der Flöten mit traditionell dreigliedriger Achse kann es
an zwei Stellen Verschleißprobleme geben. Erstens: da, wo
die kurze Achse, die die kleine C-Klappe trägt, das Lager für
die B-Klappe bildet. Zweitens: an dem mittleren Böckchen
(„king post“), das die Lagerung für die Mechanik der linken
und der rechten Hand bildet. Diese Gefahr wird durch den
zweigliedrigen Achsaufbau mittels einer langen Hauptachse
(„one piece core bar“) verringert, die von der C-Klappe durch
das obere Böckchen hinunter bis zum „king post“ reicht. Ihre
Spitze bildet die Lagerung für die Achse der Klappen der rechten Hand. Die Achsböckchen tragen nicht mehr so viel Last,
sie bilden lediglich die Führung.
Was Vorteile hat, hat natürlich auch Nachteile. ServiceTechniker schimpfen schon einmal darüber, dass ihnen die
komplette Klappenmechanik entgegenkommt, wenn sie eigentlich nur eine Klappe ausbauen wollen. Aber damit lässt
sich leben.

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